1:0 in Ried: Sturm steht im Cup-Finale

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  • 1:0 in Ried: Sturm steht im Cup-Finale

    Der SK Sturm entschied das erste "Endspiel" im Kampf um einen internationalen Startplatz für sich. Die Grazer setzten sich in Ried mit 1:0 durch. Lavric schoss das Goldtor.

    Die Chance auf einen Europacupplatz lebt weiter: Sturm Graz hat am Mittwoch die Nervenprobe bestanden und das "Endspiel" in Ried mit 1:0 gewonnen. Nun steigt am 16. Mai das große Cup-Finale in Klagenfurt gegen Wiener Neustadt.

    "Der Aufstieg ist Pflicht", hatte Sturm-Tormann Christian Gratzei vor dem Halbfinale verkündet. Und den Grazern sah man von Anfang an den unbedingten Siegeswillen an. Den Grundstein zum Pflichtsieg im Innviertel legte Sturm-Goalgetter Klemen Lavric. Der Slowene köpfelte in der 19. Minute nach Kienast-Flanke von rechts problemlos zum 1:0 ein. Der Rieder Hadzic hatte den Slowenen am Fünfer sträflich alleine gelassen. Die Oberösterreicher sorgten in Hälfte eins das ein oder andere Mal mit Weitschüssen für Gefahr. In der 40. Minute verzog Drechsel aus rund 25 Metern nur knapp.

    Zwei Mal Stange

    Kurz nach der Pause hatte Manuel Weber, den Sturm-Trainer Franco Foda überraschend rechts im Mittelfeld aufbot, das 2:0 am Fuß, doch die Stange rettete. Zwei Minuten später ein ähnliches Szenario - diesmal scheiterte Lavric an Aluminium. Den Riedern fehlten auf holprigem Boden die spielerischen Mittel, um Sturm ernsthaft unter Druck zu setzen. Echte Chancen, Mangelware. Ein Cup-Fight sieht anders aus. In der 84. Minute stockte den mitgereisten Sturm-Fans aber doch noch einmal der Atem: Ein Kopfball von Stocklasa streift am Kreuzeck vorbei.

    Somit blieb's beim verdienten 1:0 für die Grazer. Ein Sieg fehlt der Foda-Elf nun noch zum großen Glück: dem internationalen Startplatz. Am 16. Mai wartet in Klagenfurt das echte Endspiel - gegen Wiener Neustadt. Petr Hlinka wird im Finale nicht dabei sein: Sturms Mittelfeldmotor ist nach seiner zweiten Gelben Karte gesperrt.
    THOMAS HUBER
    Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Die Qualität der Mannschaft reichte nicht aus, um den frühzeitigen Rückstand zu egalisieren. In der zweiten Spielhälfte haben wir vieles versucht. Aber es ist nicht aufgegangen. Sturm hatte dadurch Chancen im Konter. Gegen eine Mannschaft, die auch in der Liga so wenig Tore erhält, ist es dann sehr schwer."

    Herwig Drechsel (Kapitän Ried):
    "Wir wollten zu viel. Es war ein grottenschlechtes Spiel, geprägt von vielen Fehlpässen. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht."

    Franco Foda (Trainer Sturm):
    "Es war ein verdienter Sieg, nach dem 1:0 haben wir weiter nach vorne gespielt. Taktisch war es von uns hervorragend. Ich bin auch mit der Leistung der Mannschaft vollauf zufrieden. Im Finale hoffen wir mit unseren Fans im Rücken auf ein Heimspiel."

    Klemen Lavric (Torschütze Sturm):
    "Dieses Tor ist ein Goldtor. Wir stehen verdient im Finale. Wir haben gewusst, dass wir alles geben müssen. In der zweiten Spielhälfte haben wir drei Chancen leider nicht verwertet, daher war es bis zum Schluss knapp."
    THOMAS HUBER
    Quelle: Kleine Zeitung