Foda ist völlig egal, wer Meister wird

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  • Foda ist völlig egal, wer Meister wird

    Für Franco Foda hat naturgemäß das Cup-Finale Priorität. Auf das Meisterschafts-Finish nimmt der Sturm-Trainer keine Rücksicht.

    Bald schon war ein anderes Thema Thema. Eigentlich traf man sich ja deswegen im Wiener Hotel Hilton, um im Rahmen einer Pressekonferenz mit Vertretern der Kontrahenten Sturm Graz und Wiener Neustadt über das anstehende Cupfinale zu plaudern.

    Da dieses aber erst am kommenden Sonntag in Klagenfurt angepfiffen wird, zuvor am Donnerstag aber noch die wider Erwarten unglaublich spannend gewordene letzte Runde der Meisterschaft, ging es eben um die.

    Im Mittelpunkt des Medieninteresses Franco Foda. Wie würde sich Sturm verhalten als möglicherweise angehender Meistermacher? Nicht anders, als wäre schon alles entschieden. "Für mich", sagt Foda, "war schon vor den Sonntagspielen klar, dass ich gegen Salzburg nicht mit der Elf spielen werde, die jetzt gegen Rapid gespielt hat und am Sonntag gegen Wiener Neustadt spielen wird. Und diesen Plan ziehe ich durch." Wen er schonen wird, das wollte er nicht verraten. "Außerdem weiß ich es noch nicht genau. Aber egal, wer spielt, verlieren will auch von denen keiner."

    Foda als Feindbild?

    Angst, künftig möglicherweise großes Feindbild aller Austria- und/oder Rapid-Fans zu sein, hat er keine. Oder es ist ihm schlicht egal. Foda: "Alle Klubs hatten 35 Runden Zeit, ihre Ziele zu erreichen. Wenn sie es nun nicht schaffen, dann ist daran sicherlich nicht Sturm schuld. Also braucht nachher keiner zu jammern."

    Außerdem: Grund zur Beschwerde hätte in dieser Saison nicht zuletzt Sturm selbst. "Höhepunkt war Austrias 1:0 gegen uns, als Roland Linz bei seinem Tor meilenweit im Abseits stand. Wer weiß, wo wir stünden, wäre das und manch anderes so nicht passiert." Wenn also eine Mannschaft zu jammern hätte, dann mit Sicherheit Sturm. Die Grazer tun es aber nicht (mehr), mussten es akzeptieren.

    Ob ein anderer etwas getan hat, was er nicht hätte tun sollen - nämlich den Sturms-Fans den Stinkefinger zu zeigen, sollen TV-Bilder klären. Rapid-Trainer Peter Pacult hatte angeblich einige Teile seiner Hand nicht im Griff. "Ich habe von Sturm-Fans gehört, dass er ihnen den Stinkefinger gezeigt hat. Wenn das so stimmt, geht das gar nicht. Aber einige genießen anscheinend Narrenfreiheit", sagt Foda. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form die Vereinsführung auf die unschönen Fingerübungen des Rapid-Trainers reagiert.

    PETER KLIMKEIT, ACHIM SCHNEYDER

    Quelle: kleine.at