"So verhalten, wie sich ein Profi verhalten muss"

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  • "So verhalten, wie sich ein Profi verhalten muss"

    Wien – Wann er denn sein letztes Tor für Sturm erzielt habe?

    Mit dem Brustton der Überzeugung konnte Ferdinand Feldhofer diese Frage nach dem EL-Quali-Match gegen Dinamo Tiflis nicht beantworten.

    „Ich glaube, das war in Salzburg. Aber frag' mich nicht, wann das war“, tippte der 30-Jährige. Er tippte richtig.

    Am 24. September 2008 war es, als er Sturms Ehrentor bei einer 1:3-Niederlage gegen die „Bullen“ erzielte.

    „Wenn ich gebraucht werde, gebe ich mein Bestes“


    Spätestens nach dem wichtigen Führungstreffer beim 2:0-Erfolg gegen die Georgier steht der Innenverteidiger wieder im Blickpunkt.

    Das war gerade letzte Saison nicht immer so, als er in der Bundesliga nur 18 Mal zum Einsatz kam, und öfter als es ihm lieb war, auf der Ersatzbank Platz nehmen musste.

    Ein sicherlich unbefriedigender Zustand, den Feldhofer im Gespräch mit LAOLA1 profihaft kommentiert:

    „Ich bin Angestellter von Sturm Graz und muss alles akzeptieren, wie es kommt. Wenn ich gebraucht werde, gebe ich mein Bestes, und wenn ich nicht gebraucht werde, muss ich die Mannschaft trotzdem von außen unterstützen.“

    „Ferdl ist ein Musterprofi“


    Zurzeit wird der 13-fache ÖFB-Teamspieler definitiv gebraucht. Nach dem Abgang von Mario Sonnleitner zu Rapid war für Feldhofer wieder ein Platz in der Viererkette frei. Bislang drei Spiele ohne Gegentor sprechen nicht gegen die aktuelle Besetzung.

    Dass nun ein offensives Erfolgserlebnis gelang, freute auch die Kollegen. So meinte Roman Kienast, der Feldhofer schon aus gemeinsamen Rapid-Zeiten kennt:

    „Ferdl ist ein Profi. Er hat viel erreicht und hat einen super Stand in der Mannschaft. Jeder hat sich gefreut, als er das Tor gemacht hat.“

    „Ferdl ist ein Musterprofi durch und durch. Er gibt in jedem Training hundert Prozent, führt die Jungen und bringt ein bisschen Schmäh rein. Dass er das Tor geschossen hat, gönne ich ihm natürlich“, assistierte Andreas Hölzl, der schon seit über fünf Jahren den gleichen Dress wie die Abwehrkraft trägt – von 2005 bis 2008 bei Wacker Innsbruck, seither bei Sturm.

    Foda: „Er war ja kein Ersatzspieler“


    Trainer Franco Foda verweist im Gespräch mit LAOLA1 darauf, dass Feldhofer auch in der abgelaufenen Saison relativ regelmäßig zum Einsatz gekommen sei:

    „Ferdinand Feldhofer ist ein Spieler, der sich letzte Saison so verhalten hat, wie sich ein Profi verhalten muss. Er hat auch gesehen, dass wir in der Defensive mit Schildenfeld/Sonnleitner gute Spiele gemacht haben, aber auch er hat auch viele Partien gemacht. Er war ja kein Ersatzspieler.“

    Der Deutsche streicht die gute Einstellung des Routiniers auch in jenen Phasen, als er nur selten am Platz stand, hervor:

    „Es gibt keinen Spieler, der zufrieden ist, wenn er nicht spielt. Wichtig ist einfach, dass man dann Professionalität auslebt. Das heißt, man muss im Training zu 100 Prozent engagiert sein. Wenn man zum Einsatz kommt, muss man wieder voll da sein, und das hat er letztes Jahr eindrucksvoll gemacht.“

    „In Innsbruck muss man höllisch aufpassen“


    Am Sonntag wartet auf Feldhofer die Rückkehr auf den Innsbrucker Tivoli, den er nach dem bitteren Abstieg 2008 verlassen hat, um zu seinem Stammverein zurückzukehren.

    „Ich habe mich riesig gefreut, dass Innsbruck wieder aufgestiegen ist. Sie haben es sich wirklich verdient, und sie gehören mit diesem Stadion auch in die Bundesliga“, meint der 30-Jährige, der betont, wie sehr er sich auf dieses Match freue, aber gleichzeitig warnt:

    „In der Bundesliga darf man niemanden unterschätzen. In Innsbruck muss man höllisch aufpassen.“

    Hölzl erstmals als Gegner am Tivoli


    Noch emotionaler dürfte der Auftritt in der Tiroler Landeshauptstadt für Hölzl sein, ist Wacker doch sein Stammverein.

    „Ich laufe erstmals als Gegner am Tivoli auf. Es werden zahlreiche Freunde und Bekannte im Stadion sein“, blickt der Flügelflitzer auf die Heimkehr voraus.

    Auf Gastgeschenke für die alten Kollegen hat er jedoch wenig Lust: „Es gibt drei Punkte zu holen, und die wollen wir natürlich nach Graz mitnehmen.“

    Peter Altmann


    Quelle: LAOLA1.at