Laola1.at Kaderbewertungen Saison 2011 / 2012

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    Wunschelf und Kaderbewertung FC Admira

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    Maria Enzersdorf - Der große Umbau blieb Trainer Didi Kühbauer nach dem Aufstieg erspart.

    Stattdessen war in Sachen Kader Fein-Tuning angesagt.

    Dabei wurde aber - trotz Millionärs-Präsident Richard Trenkwalder im Hintergrund - auf "teure Stücke" verzichtet.

    Stattdessen bediente man sich in der Ersten Liga und darunter. "Ich bin von den Neuzugängen überzeugt und hoffe, dass sie uns gleich zum Start weiterhelfen", erklärt Kühbauer.

    Am System wird sich nicht viel ändern. Die Offensive soll Trumpf sein, im Vergleich zur letzten Saison aber in einer etwas abgespeckten Form.

    "Wir werden nicht den Fehler machen und blindlings in Konter laufen. Aber ich kann schon jetzt versprechen, dass wir mit unserer Spielweise sicher einige Fans dazu gewinnen werden."

    Mit welchen Spielern Kühbauer ab 16. Juli den Worten Taten folgen lassen möchte?

    LAOLA1 nimmt den Kader des FC Trenkwalder Admira genau unter die Lupe:

    TOR (7 Bälle):

    Hans-Peter Berger ist die unumstrittene Nummer 1 bei den Südstädtern. Der 29-Jährige bringt aus seiner Zeit bei Ried Bundesliga-Erfahrung mit. Zuletzt wurde er von Teamchef Didi Constantini ins ÖFB-Team berufen. Die Brust ist also breit beim ehemaligen Portugal-Legionär, dem oft vorgeworfen wird, dass er mit 1,79 m für einen Torhüter zu klein ist. In der abgelaufenen Meistersaison war Berger, der 1997 mit dem U16-Nationalteam EM-Zweiter wurde, aber der Torhüter mit den zweitwenigsten Gegentoren der Ersten Liga. Hinter „Hansi“ warten mit Patrick Tischler und Andreas Leitner zwei junge aufstrebende Goalies auf ihre Chance, bei denen Tormanntrainer Georg Heu großes Potenzial sieht.

    LAOLA1-Bewertung: Berger ist meist ruhender Pol zwischen den Pfosten, aber wenn notwendig, haut der Salzburger auch einmal lautstark dazwischen und rüttelt so auch die Mitspieler am anderen Ende des Feldes wach. Sollte er sich nicht verletzen oder mit einer Sperre selbst aus dem Spiel nehmen, wird er wohl alle Matches für die Admira bestreiten.

    ABWEHR (4 Bälle):

    Mit Andreas Schrott bekam der Trainer den gewünschten Routinier für die Viererkette. „Er kann zwei Positionen abdecken und bringt viel Erfahrung mit. Außerdem ist er Österreicher, was nicht schlecht ist für den Österreicher-Topf“, freut sich Didi Kühbauer über die Verpflichtung des robusten Tirolers, der sowohl links als auch in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen kann. Stephan Palla konnte für eine weitere Saison von Rapid ausgeliehen werden. Der 22-Jährige – Lebensmotto: Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe – absolvierte in der abgelaufenen Saison 35 Spiele und ist bei Kühbauer gesetzt. Genau wie Gernot Plassnegger, für den die Admira bereits der sechste Verein ist, mit dem er in der Bundesliga spielt. Der Steirer ist der Mann für die rechte Abwehrseite, hat bei Waldhof Mannheim aber auch schon erfolgreich Stürmer gespielt. Im Trikot der Niederösterreicher steht aber noch die Null an Toren für den 33-Jährigen. „Abwehrchef“ und als Kapitän auch verlängerter Kühbauer-Arm am Platz ist mit Christopher Dibon ein erst 20-Jähriger. Aber der Neo-Teamspieler (Debüt gegen Lettland, Anm.) kann trotz seiner jungen Jahre bereits auf die Erfahrung von mehr als 100 Spielen in der Ersten Liga verweisen. Mit Rene Seebacher, der aus Hartberg geholt wurde, Daniel Drescher, Richard Windbichler und Stephan Auer stehen vier Spieler parat, von denen der Älteste 22 Jahre jung ist.

    LAOLA1-Bewertung: Die Mischung aus Jugend und Routine hat bereits in der Ersten Liga erfolgreich funktioniert. Warum also etwas ändern? Dibon sagen alle Experten eine große Zukunft voraus, jetzt kann sich der Youngster in der Bundesliga beweisen. Schrott wird der Abwehr Stabilität verleihen, auch wenn er letzte Saison „nur“ in der Regionalliga West gekickt hat.

    MITTELFELD (4 Bälle):


    Patrik Jezek erlebte in der letzten Saison seinen x-ten Frühling. 18 Tore in 35 Spielen, so gut war der kleine Tscheche nicht einmal zu meisterlichen Tiroler Zeiten. Dennoch sucht der Verein noch ein Back-Up für den 34-Jährigen. „Es sollte jede Position doppelt besetzt sein“, fordert Kühbauer noch eine Verstärkung. Neu im Mittelfeld ist Emin Sulimani, der aber noch verletzt (Muskelfaserriss, Anm.) und zum Start der Meisterschaft deshalb kein Thema ist. Wenn wieder fit, wird er dem pfeilschnellen Rene Schicker aber den Kampf um den Platz auf der rechten Seite ansagen. Michael Horvaths Vertrag wurde nach seiner schweren Knieverletzung verlängert, der Burgenländer kann vor oder in der Abwehr für Ordnung sorgen. Für die kreativen Impulse im Spiel nach vorne sind neben Jezek vor allem jüngere Spieler verantwortlich. Daniel Toth, Bernhard Schachner und Stefan Schwab waren oder sind allesamt U21-Teamspieler mit viel Potenzial. Mit Martin Zeman von Sparta Prag und Aleksandar Stanisavljevic, der bei Vienna keinen neuen Vertag bekam, sind zwei Spieler auf Probe in der Vorbereitung dabei.

    LAOLA1-Bewertung: Viel steht und fällt mit Patrik Jezek. Ist der Tscheche gut drauf, geht auch viel im Spiel nach vorne. Horvath und Schicker können auf viele Bundesliga-Spiele verweisen und die jungen Spieler, bei denen man abwarten muss, wie sie den Aufstieg in die Bundesliga „verkraften“, führen.

    STURM (4 Bälle):

    An vorderster Front sollen Benjamin Sulimani und Froylan Ledezma für Gefahr und also Tore sorgen. Der 22-jährige Sulimani hatte mit seinen 19 Treffern, die ihm auch die Torjäger-Krone einbrachten, großen Anteil am Aufstieg. Großgewachsen, schnell auf den Beinen, wendig und vor allem torgefährlich – damit wird er auch die Bundesliga-Verteidiger vor einige Probleme stellen. Ergänzt sich gut mit Brecher Ledezma, der in der Vorbereitung austrainiert wie lange nicht wirkt. Die Nummer 10 aus Costa Rica gehört trotz seiner 33 Jahre noch lange nicht zum „alten Eisen“, er muss aber die Tor-Quote von der Ersten Liga erhöhen: Nur vier Tore in 13 Spielen. Damit war Ledezma im Frühjahr so erfolgreich, wie Neuzugang Issiaka Ouedraogo in einer Saison beim SV Grödig. Trainer Kühbauer hält große Stücke auf den Neuzugang aus Burkina Faso: „Ich messe ihn nicht nur an Toren, er ist ein sehr guter Spieler mit viel Qualität.“ Die bringt auch Philipp Hosiner mit, der nach langem Hin und Her von der Vienna verpflichtet wurde. „Er hat es selbst in der Hand, wie weit sein Weg geht“, traut „Don Didi“ dem ehemaligen Nachwuchstalent, das es unter anderem beim TSV 1860 München probiert hat, eine große Karriere zu. Einen großen Namen bringt Marcel Sabitzer, Sohn des ehemaligen Teamspielers Herfried Sabitzer, mit. Aber nicht nur das: Die rot-weiß-rote Zukunftshoffnung gilt als eines der größten Sturm-Talente.

    LAOLA1-Bewertung: Mit 85 Toren war Admira in der Ersten Liga die unumstrittene „Tormaschinerie“, an Offensiv-Qualität mangelt es also nicht. Sulimani ist treffsicher und heiß, seine Qualität auch in der Bundesliga unter Beweis zu stellen. Mit Hosiner hat Kühbauer eine zusätzliche Alternative mit „Killer-Instinkt“. Ledezma kann eine Abwehr beschäftigen, aber kann er ihr auch (noch) wehtun?


    Stephan Schwabl

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wunschelf und Kaderbewertung SV Mattersburg



    Wien – Mattersburg setzt auf Altbewährtes.
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    Die Mannschaft ist praktisch ident geblieben, die vier Abgänge wurden Eins-zu-Eins ersetzt.

    Gerade darin liegt das große Plus. Das Team ist eingespielt und ist durch den beinharten Abstiegskampf der letzten Saison gereift.

    Speziell im Frühjahr konnten sich die Burgenländer steigern. Dies guten Ansätze soll in der neuen Saison fortgesetzt werden.

    „Wir versuchen, jene Mentalität, die wir im Frühjahr gezeigt haben, mitzunehmen. Das heißt: Gute Spiele zu machen, auch vom Spielerischen her stärker zu agieren“, erklärt SVM-Coach Franz Lederer.

    LAOLA1 nimmt den Kader des SVM Mattersburg genau unter die Lupe:

    TOR (4 Bälle):

    Die Situation im Tor hat sich gegenüber der letzten Saison geändert. Gab es vor zwölf Monaten noch einen beinharten Zweikampf um die Nummer-eins-Position, dürfte Thomas Borenitsch nach dem Abgang von Stefan Bliem zu Parndorf als Einser gesetzt sein. Der 30-Jährige gilt als erfahrener und routinierter Torhüter, der jedoch nach einigen Glanzparaden auch einmal ins Leere greifen kann. Dennoch kann der Schlussmann auf eine solide Saison zurückblicken, schließlich konnte er 116 von 159 Torschüssen parieren. Als Nummer zwei fungiert der ehemalige U21-ÖFB-Teamtorhüter David Schartner, dem wohl über kurz oder lang die Zukunft gehört. Nummer drei ist Rückkehrer Markus Böcskör, der aber auch in der Trainingsarbeit Tormanntrainer Leo Martinschitz unterstützend zur Seite stehen soll.

    LAOLA1-Bewertung: Mit einer Fangquote von 72,5 Prozent zählt Borenitsch zum unteren Durchschnitt der Liga. Schartner hat Potenzial, es bleibt abzuwarten, ob der Salzburger den Konkurrenzkampf dadurch antreiben kann.

    ABWEHR (3 Bälle):

    Auch in der Verteidigung kehrt ein alter Bekannter zurück: Adnan Mravac. Der bosnisch-österreichische Doppelstaatsbürger dürfte auch gleich gemeinsam mit Nedeljko Malic das Innenverteidiger-Duo bilden. Als Backup dienen Stefan Ilsanker, der auch im defensiven Mittelfeld zum Zug kommen kann, Lukas Rath und Alexander Pöllhuber. Letzterer ist aber nur bei Bedarf eine Alternative, denn der Zwei-Meter-Hüne beackert ansonsten die linke Außenbahn. Sein Pendant rechts ist Alois Höller, der zweifelsohne als Entdeckung der abgelaufenen Saison gilt. Mit Anton Pauschenwein steht seit Jahren ein verlässlicher Mann zur Verfügung, der im Notfall auf allen Positionen im Defensivbereich einsetzbar ist. Neuzugang Martin Rodler ist links eine Option, Markus Schmidt kann im Fall der Fälle ebenfalls in der Viererkette aushelfen.

    LAOLA1-Bewertung: Ob die Abwehr aufgrund der Neuzugänge Mravac und Rodler an Stabilität gewinnt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass ein absoluter Leader fehlt und wenn dann auch noch das Stammpersonal ausfällt, brennt der Hut.

    MITTELFELD (4 Bälle) :

    Manuel Seidl war im abgelaufenen Spieljahr ein Lichtblick. Der Youngster trat fast jeden Standard und hat sich als Schaltzentrale im Mittelfeld etabliert. Den defensiven Part übernimmt der Kroate Ivan Parlov, der sich im Laufe des Frühjahrs immer besser integrieren konnte. Am rechten Flügel entflammt ein Zweikampf zwischen Patrick Farkas, der jedoch zu Beginn kein Thema ist, weil er mit dem ÖFB-U20-Team bei der WM in Kolumbien weilt, und Ronald Spuller. Links dürfte SVM-Urgestein Michael Mörz trotz andauernden Formtiefs die Nase knapp vor Dominik Doleschal und Neo-Mattersburger Wilfried Domoraud haben. Markus Schmidt ist immer zur Stelle, wenn defensiv Not am Mann ist. Die Nachwuchs-Hoffnungen Marvin Potzmann, Christian Gartner und Peter Hawlik werden langsam herangeführt und können mit etwas Spielzeit rechnen.

    LAOLA1-Bewertung: Große Kreativität sucht man im Mittelfeld vergebens. Die Burgenländer werden auch heuer nicht mit spielerischen Mitteln glänzen. Kampf ist Trumpf. Offen bleibt, ob Mörz irgendwann wieder sein hartnäckiges Formtief abschüttelt.

    STURM (4 Bälle):

    Weniger ist oft mehr. Nach dem Abgang von Matthias Lindner stehen nur noch vier Stürmer im Kader. Solange Patrick Bürger seinen Lauf fortsetzt, ist das kein Problem. Der Angreifer war mit seinen 16 Toren einer der Väter des Erfolgs im letztjährigen Kampf um den Klassenerhalt – ein Fixplatz ist ihm gewiss. Um den zweiten Platz rittern Ilco Naumoski und Robert Waltner, der trotz Abwanderungsgerüchten in Mattersburg bleibt. Ersterer kämpft mit seiner Ladehemmung – konnte letzte Saison nur ein Tor erzielen. Youngster Thorsten Röcher wird behutsam aufgebaut.

    LAOLA1-Bewertung: Nominell liest sich der Angriff nicht schlecht, aber nimmt man das letzte Jahr als Gradmesser konnte nur Bürger überzeugen. Hoffentlich geht dem SVM-Bomber sein Torriecher nicht verloren. Im Falle dessen droht Böses.


    Martin Wechtl

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wunschelf und Kaderbewertung Kapfenberg


    Kapfenberg – Der Kader des Kapfenberger SV ist riesig.
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    Abgesehen von der Tormann-Position hat Werner Gregoritsch überall die Qual der Wahl. Eine Stammelf wird es im „Falken-Horst“ gewiss nicht geben. Das Rotations-Prinzip ist angesagt.

    Vom System her wird sich der Trainer von Fall zu Fall zwischen einem 4-1-4-1 und einem 4-4-2 entscheiden.

    LAOLA1 nimmt den Kader des Kapfenberger SV genau unter die Lupe:

    TOR (6 Bälle):

    Es steht außer Frage, wer die klare Nummer eins der Kapfenberger ist. Raphael Wolf wird wieder im Tor der „Falken“ stehen. Der 23-Jährige ist ein grundsolider Keeper, der sich aufgrund seines Alters von Jahr zu Jahr verbessert. In der abgelaufenen Saison musste der Deutsche 58 Gegentreffer hinnehmen und brachte es auf 69,6 Prozent gehaltene Torschüsse. Dahinter stehen drei weitere junge Goalies zur Verfügung. Es handelt sich um Philipp Gröblinger (24), den derzeit verletzten Patrick Kostner (23) und Filip Gacevski (20).

    LAOLA1-Bewertung: Die Steirer haben mit Wolf eine starke Nummer eins, die nicht umsonst unter anderem vom SK Rapid umworben wurde. Sollte der Deutsche allerdings ausfallen, wäre ein klarer Qualitätsverlust zu erkennen.

    ABWEHR (3 Bälle) :

    In der Abwehr bieten sich Trainer Werner Gregoritsch zahlreiche Möglichkeiten. In der Innenverteidigung ist der routinierte Slowene Matej Mavric gesetzt. Neben ihm wird wohl Ersatz-Kapitän Dominique Taboga, der auch Rechtsverteidiger spielen kann, auflaufen. Ebenfalls ein Thema in der Zentrale sind Thomas Schönberger und Andreas Rauscher. Ebenso Tomasz Welnicki, der aber auf der linken Seite seine Stärken hat. Für diese Position wurde auch David Harrer von den Austria Amateuren ausgeliehen. Auf beiden Außenbahnen kann Naim Sharifi eingesetzt werden. Eine Änderung kündigt sich jedoch auf der rechten Seite an: Boris Hüttenbrenner wird zum Außenverteidiger umfunktioniert. Mit Rene Pitter und Manfred Gollner stehen in der Abwehr noch zwei weitere Allrounder zur Verfügung.

    LAOLA1-Bewertung: Mit Matej Mavric hat der KSV einen Klasse-Verteidiger im Kader. Der Rest ist allerdings biederer Bundesliga-Durchschnitt. Sollte Hüttenbrenners Umschulung gut funktionieren, könnte das das Spiel nach vorne beleben.

    MITTELFELD (5 Bälle):

    Die Positionen sind alle doppelt bis dreifach besetzt. Im defensiven Mittelfeld können etwa Robert Gucher, Ralph Spirk, der verletzte Neo-Kapitän David Sencar, Stefan Erkinger und Danijel Micic spielen. Die besten Chancen, am linken Flügel aufzulaufen, hat wie schon in der Vorsaison Markus Felfernig. Hinter den Spitzen einen Stammplatz dürfte Neuzugang Michal Ordos erobern, der Tscheche hat einen Torriecher und auch das Auge für den entscheidenden Pass. Wieder fit ist Christoph Kröpfl, der auf Einsätze am rechten Flügel brennt. Mehr als nur eine Alternative auf dieser Position ist Michael Tieber. Offensiv praktisch jede Position kann Dieter Elsneg einnehmen. Gespannt darf man auf die Entwicklung des talentierten Flügelspielers Marco Sahanek, der vom WAC/St. Andrä kam, sein. Außerdem stehen noch Mario Grgic, Ibrahim Bingöl, Lukas Stadler und Philipp Wendler im Kader.

    LAOLA1-Bewertung: Werner Gregoritsch hat im Mittelfeld zahlreiche Möglichkeiten und wird oft rochieren lassen. Im defensiven Mittelfeld können genug Leute den Abgang von Milan Fukal kompensieren. Wenn Michal Ordos hält, was seine Visitenkarte verspricht, gewinnen die „Falken“ durch ihn in der Offensive an Schlagkraft.

    STURM (3 Bälle):

    Mit Deni Alar hat der erfolgreichste Torschütze den KSV verlassen. Michael Gregoritsch, der nach dieser Saison nach Hoffenheim wechselt, soll in seine Fußstapfen treten. Dem Youngster fehlt es allerdings noch an Konstanz. Es wurden außerdem drei Stürmer verpflichtet. Franck Matondo kam aus Straßwalchen, hat jedoch noch große Rückstände in Sachen Fitness. Marc Sand hat zweifellos Talent, muss dieses aber endlich regelmäßig unter Beweis stellen. Vielversprechend klingt die Verpflichtung von Roman Prokoph – ein pfeilschneller, dribbelstarker Deutscher, der auch auf dem rechten Flügel ein Thema ist. Zudem sollte Srdjan Pavlov nach langer Verletzungspause schon bald wieder bei 100 Prozent sein.

    LAOLA1-Bewertung: Diese Offensive hat gewiss Potenzial, nur muss sie es auch ausschöpfen. Keiner der Stürmer hat bisher bewiesen, dass er über einen längeren Zeitraum regelmäßig treffen kann.

    Harald Prantl

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstell
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wunschelf & Kaderbewertung Wacker Innsbruck


    Wien - "Es gibt keine großartigen neuen Erkenntnisse, da es bei uns ja auch nicht den großen Umbruch gegeben hat."

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    Wacker-Trainer Walter Kogler bringt es im Gespräch mit LAOLA1 auf den Punkt.

    Mit Pascal Grünwald und Harald Pichler haben zwar zwei Leistungsträger den Verein verlassen, beide werden aber nicht die unausfüllbare Lücke hinterlassen.

    Darum wird Kogler auf Altbewährtes zurückgreifen. "Unser Basis-System ist das 4-1-4-1, da wissen die Spieler genau, wie sie sich verhalten müssen."

    Der 43-jährige Kärntner hat in der Vorbereitung aber auch andere Varianten ausprobiert, unter anderem das 4-3-3.

    "Es ist immer gut, wenn man ein, zwei andere Systeme intus hat. Du musst im modernen Fußball flexibel sein."

    LAOLA1 nimmt den Kader von Wacker Innsbruck unter die Lupe:

    TOR (5 Bälle) :

    Teamgoalie Pascal Grünwald wurde zwar zur Wiener Austria transferiert, adäquater Ersatz kam aber ausgerechnet von den "Veilchen" selbst. Mit Szabolcs Safar verpflichteten die Innsbrucker einen routinierten Bundesliga-Torwart, der über 200 Partien in der höchsten Spielklasse in den Beinen hat. Dass der gebürtige Ungar Ende August schon 37 wird, ist angesichts seiner Position weniger ein Problem. Das größere Problem liegt eher darin, dass Safar weder eine mittel- und schon gar keine langfristige Lösung ist. Die könnte eventuell Neuzugang Markus Egger (21) sein, der für Wattens in der Regionalliga insgesamt 69 Spiele absolvierte. Der 17-jährige Martin Siding - immerhin mit 14 Regionalliga-Spielen ausgestattet - gilt als Versprechen für die Zukunft.

    LAOLA1-Bewertung: Die Torhüter-Position ist bei Wacker solide, aber auch mit etwas Risiko besetzt. Ob Safar noch einmal an alte Leistungen anknüpfen kann, ist fraglich. Zudem hat der Routinier in der vergangenen Saison nur vier Partien bestritten, die mangelnde Spielpraxis könnte sich bemerkbar machen. Als Backup gibt es mit Egger zwar einen talentierten, aber Bundesliga-unerfahrenen Goalie.

    ABWEHR (4 Bälle) :

    Harald Pichler hat Wacker in Richtung Rapid verlassen, einen Ersatzmann haben die Innsbrucker aber nicht verpflichtet. Das wird auch nicht passieren, wie Kogler erklärt: "Wir werden die Position intern nachbesetzen." Nummer-eins-Kandidat neben dem gesetzten Abwehrchef Inaki Bea ist Martin Svejnoha. Der 33-jährige Tscheche hat sich zwar gleich zu Beginn der Vorbereitung einen Faserriss zugezogen, sollte aber zum Saisonauftakt dabei sein. Pech hatte dagegen Marco Kofler (20), der nach einer guten Vorbereitung laut an der Startelf-Tür klopfte, jetzt aber an den Leisten operiert werden muss. Im Blickfeld muss man auch Talent Lukas Hafner haben, der sich trotz seiner erst 17 Jahre berechtigte Hoffnungen auf Einsätze machen darf. Auf den Außenbahnen sind anfangs wohl Alexander Hauser (links) und Dario Dakovic (rechts) gesetzt. Die Beiden spüren aber schon stark den Atem ihrer Backups Thomas Bergmann und Georg Harding, die auch im Mittelfeld aushelfen könnten.

    LAOLA1-Bewertung: Bis auf Inaki Bea, der zu den besten Innenverteidigern der Liga gehört, hat Wacker keine herausragenden Abwehrspieler im Kader. Hauser, Svejnoha und Co. sind zwar guter Bundesliga-Durchschnitt, mehr aber auch nicht. Die zweite Garde um Kofler, Bergmann und Hafner hat zudem kaum Bundesliga-Erfahrung. Viel wird davon abhängen, ob Inaki fit bleibt und ob der Spanier die Form aus dem Vorjahr halten kann.

    MITTELFELD (5 Bälle) :

    Den Abgang von Ernst Öbster (Grödig) kann Wacker verkraften - der Salzburger war gegen Ende der Saison ohnehin kein Stammspieler mehr. Weniger verkraften könnte Kogler einen Ausfall von Tomas Abraham. Der Neo-Kapitän ist als Sechser das Um und Auf im Innsbrucker Spiel. Davor kommt mit Carlos Merino einem zweiten routinierten Legionär eine tragende Rolle zu. Der 31-jährige Spanier soll als Regisseur für die genialen Momente sorgen und die Stürmer mit Vorlagen aus dem Zentrum füttern. In der Vorbereitung hat das zum Teil schon gut funktioniert. Als Verbindungsglied zwischen Mittelfeld und Angriff soll im 4-1-4-1-System Julius Perstaller fungieren. Stellt Kogler das System auf zwei Spitzen um, könnte der Frühjahrs-Shootingstar neben Burgic spielen. Auf den Seiten befinden sich Marcel Schreter, der sich aber im Sturm grundsätzlich wohler fühlt, und Neuzugang Daniel Schütz in der Pole Position. Zweiterer wird den Auftakt wegen der U20-WM aber verpassen. Alternativen hat Kogler mit Christopher Wernitznig, Thomas Löffler, Bülent Bilgen und Mathias Perktold (Neuzugang) jedoch genug. Ist Rapid-Leihgabe Muhammed Ildiz nach seinem Sehnenriss wieder vollständig genesen, wäre der 20-Jährige als zweiter Sechser eine Alternative.

    LAOLA1-Bewertung: Schöpft die potenzielle Stammformation im Mittelfeld ihr volles Leistungsvermögen aus, ist einiges möglich. Viel hängt aber natürlich von Abraham und Merino ab, vor allem der Spanier ist als Regisseur gefordert. Daneben lauern viele Talente, die sich im Windschatten der Routiniers entwickeln können. Verantwortung in möglichen Krisen-Situationen können sie aber kaum übernehmen.

    ANGRIFF (5 Bälle):

    Im Sturm ist alles beim Alten geblieben. Miran Burgic wird vorne im 4-1-4-1 den Alleinunterhalter abgeben, bei einem Zwei-Spitzen-System erhält der Slowene Unterstützung von Julius Perstaller. Auch Marcel Schreter, vergangene Saison mit zehn Treffern immerhin bester Wacker-Torschütze, kommt für diese Position in Frage. Joker Andreas Bammer (22 Spiele/19 Einwechslungen) wird sich weiterhin mit seiner Rolle zufrieden geben müssen, den Talenten Lukas Hinterseer (20) und Alexander Fröschl (18) winkt die ein oder andere Einsatz-Minute. Konrad Gilewicz (19), Sohn von Ex-Goalgetter Radoslav, fühlt sich als hängende Spitze wohler und gilt mehr als Vorbereiter, denn als Vollstrecker.

    LAOLA1-Bewertung: Die Last des Toreschießens verteilt sich bei Wacker auf mehrere Schultern. Burgic (6 Tore), Schreter (10) und Perstaller (8) sind zwar nicht die absoluten Tormaschinen, spielen aber mannschaftsdienlich und bereiten viele Treffer vor - was auch die zwölf Assists von Burgic vergangene Saison beweisen. Trotzdem könnte es für Wacker zum Problem werden, dass ein echter Knipser im Kader fehlt.

    Kurt Vierthaler

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wunschelf und Kaderbewertung Wiener Neustadt

    Wiener Neustadt – „Wir haben noch nicht ganz die Mischung gefunden“, gesteht Peter Stöger.

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    Eine Woche vor Saison-Start befindet sich der neue Coach der runderneuerten Wiener Neustädter noch in der Experimentierphase – sowohl was Startelf als auch das System betrifft.

    „Die Frage ist, wie wir es anlegen – ob mit verstärktem Mittelfeld, zwei echten Spitzen, wir haben sogar schon eine Variante mit drei Stürmern gehabt. Alles hat phasenweise ganz gut funktioniert und phasenwiese wieder nicht so gut“, erläutert Stöger und betont ob ausgeglichenen Kaders:

    „Wir haben viele Varianten und Optionen, das ist erfreulich. Eine neu zusammengestellte Mannschaft braucht Zeit. Wir werden schauen, was wir bis zum Saison-Start rauszaubern – mit der Qualität an und für sich bin ich zufrieden.“

    LAOLA1 nimmt den Kader des SC Wiener Neustadt genau unter die Lupe:

    TOR (2 Bälle):


    Saso Fornezzi, die unumstrittene Nummer eins der letzten Jahre, hat sich in die Türkei zu Orduspor verabschiedet. Das Trio, das bisher im Schatten des Slowenen stand, rittert nun um den Platz an der Sonne. Mit Manfred Razenböck tritt ein Routinier gegen die Youngsters Ihsan Poyraz und Jörg Siebenhandl an. Razenböck verdiente sich seine Brötchen in der höchsten Spielklasse bislang ausschließlich als Backup (Ried, GAK und Magna), trotz seiner 33 Jahre kann er erst 13 Bundesliga-Einsätze vorweisen. Poyraz und Siebenhandl durften sich am Ende der abgelaufenen Saison jeweils 90 Minuten lang bewähren.

    LAOLA1-Bewertung: Bei einem Abstiegskandidaten steht der Tormann naturgemäß im Rampenlicht. Selbiges ist allen drei Kandidaten um die Nummer eins bislang fremd. In Wiener Neustadt glaubt man an das Potenzial des Trios und rüstete nicht nach. Einer muss den Durchbruch schaffen, sonst sieht es düster aus.

    ABWEHR (3 Bälle):

    Andreas Schicker hat sich als Linksverteidiger längst in der Bundesliga etabliert und gehört zu jenen blau-weißen Kräften, die nun verstärkt in die Verantwortung genommen werden. Leader der Innenverteidigung sollte Christian Ramsebner werden. Der 22-Jährige hat in den bisherigen zwei Wiener Neustädter Bundesliga-Jahren gehalten, was man sich von ihm versprochen hat. Für den Platz an seiner Seite gibt es mehrere Kandidaten. Thomas Kral lieferte im Frühjahr einige Talentproben ab, selbiges gilt für den erst 19-jährigen Matthias Maak. Baut Stöger doch auf mehr Routine, ist den für das Mittelfeld vorgesehenen Michael Madl und Mario Reiter der Job in der Abwehrzentrale ebensowenig fremd wie Fernando Troyansky. Der argentinische Routinier ist zudem einer der Kandidaten für den Posten rechts in der Viererkette, wo auch Mario Pollhammer, Bernd Besenlehner und Wolfgang Klapf aufgeboten werden können. Letzterer bleibt weiterhin die Alternative zu Schicker auf der linken Seite.

    LAOLA1-Bewertung: Viele Denkvarianten in einer Formation, die durch die Abgänge von Kostal und Thonhofer an Routine verloren hat. Wiener Neustadt profitierte bislang von einer eingespielten Viererkette. Stöger muss rasch die richtige Mischung finden, und weitgehend ungeprüfte Talente wie Kral, Maak oder Pollhammer müssen eine ähnliche Entwicklung nehmen wie Ramsbener, sonst steht eine schwierige Saison bevor.

    MITTELFELD (4 Bälle):

    Auch in dieser Formation befindet sich die Konstante auf der linken Seite. Tomas Simkovic ist der neue Kapitän und fraglos eine der Schlüsselkräfte von „Wiener Neustadt neu“. Sollte er nicht im Abwehrzentrum gebraucht werden, ist Michael Madl im defensiven Mittelfeld gesetzt. Auch dem 23-Jährigen steht der Schritt zum Führungsspieler bevor. Die restliche Besetzung hängt von der taktischen Ausrichtung, für die sich Stöger entscheidet, ab. Für den Platz neben Madl sind Mario Reiter, der nach einer Knie-OP rechtzeitig zum Saison-Start fit werden könnte, und Michael Stanislaw ein Thema. Beide sind quasi schon Neustädter „Urgesteine“, waren schon für Vorgänger-Verein Schwanenstadt aktiv. Neu ist der frühere Serie-B-Legionär Daniel Wolf, bei dem der Coach mit einer etwas offensiveren Rolle im zentralen Mittelfeld plant. Dort hat auch Willi Evseev, seines Zeichens Kooperationsspieler von Hannover 96, seine Heimat. Beim GAK ließ Stöger Mario Pollhammer rechts im Mittelfeld spielen – eine Variante, die auch in Wiener Neustadt denkbar ist. Das frühere Wunderkind Nikon „El Maestro“ Jevtic wird wohl langsam an den Profibetrieb herangeführt.

    LAOLA1-Bewertung: Simkovic, Madl, Reiter, Stanislaw, Wolf – alles Kräfte, die ihre Profi-Tauglichkeit längst unter Beweis gestellt haben. Ihre Aufgabe wird es sein, von der Mitläufer- in die Anführer-Rolle zu schlüpfen, sonst bleibt das Neustädter Mittelfeld biederer Durchschnitt.

    STURM (3 Bälle):

    Am Papier ist die Auswahl für Stöger riesengroß. Ein „Striker“, der bereits bewiesen hat, dass er in der Bundesliga Tore garantieren kann, steht ihm jedoch nicht zur Verfügung. Günter Friesenbichler will diesen Beweis im reifen Fußballer-Alter von 32 endlich antreten – eine Leistungsstufe darunter geizte der Steirer in den letzten Jahren für die Admira und Hartberg nicht mit Toren. Serkan Ciftci wurde für die Rapid Amateure mit 21 Treffern in der abgelaufenen Saison Zweiter der Ostliga-Schützenliste, Danijel Prskalo netzte elf Mal für die Red Bull Juniors – für das Duo ist es die erste Bewährungsprobe in der Bundesliga. Die hat Matthias Lindner bereits hinter sich, in Mattersburg reichte es für den einst als riesiges Talent gepriesenen Stürmer nie zum Durchbruch. Auf seine zweite Chance darf man gespannt sein. Thomas Helly schnupperte schon in der letzten Saison Bundesliga-Luft und durfte sich dabei über sein Premieren-Tor freuen. Auf dieses wartet Rene Felix noch. Youngster Christopher Tvrdy bekam einen Profivrtrag. Der baumlange Edin Salkic wird vermutlich noch einige Zeit gegen sein Image-Problem nach dem Handspiel gegen Sturm in Runde 35 ankämpfen.

    LAOLA1-Bewertung: Viel Masse, aber auch Klasse? Wie bei den übrigen Mannschaftsteilen ist Potenzial erkennbar. Bis zum Beweis, dass es auch regelmäßig auf Bundesliga-Niveau abgerufen wird, ist Skepsis jedoch erlaubt.

    Peter Altmann

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wunschelf und Kaderbewertung SK Rapid Wien


    Wien - Der große Umbruch ist eingeläutet, nun gilt es diesen auch durchzuziehen.

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    Mit Trainer Peter Schöttel weht nach Jahren unter Peter Pacult ein neuer Wind. Auch die neuen Spieler versprühen große Motivation und passen gut ins Gefüge.

    Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sie die Lücken, die die Abgänge von Kavlak, Pehlivan, Kayhan, Eder, Dober und Vennegoor of Hesselink schließen können.

    In der Vorbereitung probierte der neue grün-weiße Steuermann alle erdenklichen Varianten aus, der Konkurrenzkampf ist größer denn je zuvor.

    "Es ist jetzt eigentlich eine Mannschaft da, mit der man durchaus auch Europacup spielen könnte", verweist Trainer Peter Schöttel gegenüber LAOLA1 auf die große Dichte im Kader.

    Auf jeder Position wurde nachgerüstet, vor allem auf den Außenbahnen wurden mit Schrammel und Rückkehrer Thonhofer schnelle Leute geholt.

    Trotzdem muss sich erst ein Kollektiv finden, das Potenzial bringt jeder einzelne Spieler mit. Schließlich soll der Umbruch nicht durch einen weiteren Umbruch fortgesetzt werden.

    LAOLA1 nimmt den Kader des SK Rapid Wien genau unter die Lupe:

    TOR (6 Bälle):


    Ein neuer Torhüter wurde angekündigt, bis dato hat sich aber noch nichts getan. In der engeren Auswahl stehen Kapfenbergs Raphael Wolf, der ehemalige Testspieler Jan Novota sowie ein, zwei weitere interessante Torhüter aus dem Ausland. Vorerst wurde Helge Payer kein Konkurrent um die Nummer eins an die Seite gestellt. So richtig zu Schulden kommen ließ sich der 31-jährige Welser, der erst im Frühjahr wieder seinen Stammplatz von seinem jetzigen Tormann-Trainer Raimund Hedl erbte, nichts. Mit 75 Prozent gehaltenen Torschüssen rangierte er vergangene Saison an der dritten Stelle. 45 von 60 Torschüssen auf sein Gehäuse konnte er entschärfen. Mit Lukas Königshofer lauert bereits seit längerer Zeit ein vielversprechender Keeper auf seine Chance, die Suche nach einem weiteren Torhüter drückt aber nicht gerade das Vertrauen in seine Person aus. Der 22-jährige ehemalige U21-Teamkeeper kündigte Payer bereits den Kampf um die Nummer eins an. Ob er diese Ankündigung auch in die Tat umsetzen kann, bleibt abzuwarten. Von den Amateuren drängen ebenfalls junge Keeper, wie der erst 17-jährige Martin Kraus, der bereits in der Vorsaison auf der Bank Platz nehmen durfte, nach.

    LAOLA1-Bewertung: Mit Hedl erklärte ein erfahrener Keeper seinen Rückzug. Umso erstaunlicher ist es, dass er nun seinen früheren Konkurrenten im Tor trainiert. Payer besitzt die Klasse, wieder an alte Zeiten anzuschließen. Andererseits würde sich auch eine Investition in die Zukunft lohnen, wenn man schon jahrelang auf Königshofer als Backup baut. Eine Chance hätte er sich allemal verdient. Noch nicht auszumalen ist, wie es weitergeht, wenn ein weiterer Keeper kommt.

    ABWEHR (6 Bälle):

    In der Abwehr war in der vergangenen Saison guter Rat teuer, demnach musste reagiert werden. Während man sich auf den Außenpositionen namhaft verstärkte, blieb in der Innenverteidigung bis auf eine Veränderung alles beim Alten. Ragnvald Soma und Mario Sonnleitner werden unter Trainer Peter Schöttel aller Voraussicht nach jedoch nicht die Zentrale bilden. An der Seite von "Sonni" wird viel mehr Neuzugang Harald Pichler von Wacker Innsbruck forciert. Der großgewachsene Blondschopf überzeugte in der Vorbereitung und avancierte zur Führungsfigur. Soma fiebert ebenso wie Jürgen Patocka, der sich weiterhin für einen Verbleib bei den Hütteldorfern entschied, schweren Zeiten entgegen. Hannes Eder und Andreas Dober mussten indes den Verein verlassen. Auf den Seiten wurde der Konkurrenzkampf vorangetrieben. Links liefern sich Nationalspieler Thomas Schrammel und Markus Katzer einen Kampf ums Leiberl, wobei ersterer aufgrund seiner Schnelligkeit wohl im Vorteil sein dürfte. Rechts duellieren sich Rückkehrer Christian Thonhofer und Michael Schimpelsberger. Ersterer hat den Vorteil, Schöttel aus seiner Zeit bei Wr. Neustadt zu kennen. "Schimpi" bewies hingegen bei Kurzeinsätzen, welches Potenzial in ihm steckt. Als Alternativen gelten wie schon in den vergangenen Jahren Stefan Kulovits (rechts) und Markus Heikkinen (zentral).

    LAOLA1-Bewertung: Mit Schrammel und Thonhofer weht auf den Seiten neuer Wind. Vor allem ist mehr Drang nach vorne zu erwarten, da die Neuverpflichtungen eine gewisse Grundschnelligkeit mitbringen. Doch wo ist die angekündigte namhafte Verstärkung in der Innenverteidigung? Stattdessen baut man auf Altbewährtes, Eders Abgang soll mit Pichler abgefangen werden.


    MITTELFELD (7 Bälle):


    Mit Veli Kavlak und Yasin Pehlivan hat Rapid zwei wichtige Mittelfeldspieler verloren, trotzdem hat Trainer Peter Schöttel eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung. Gesetzt ist wohl einzig und allein Kapitän Steffen Hofmann, der nach Verletzungspech wieder an alte Zeiten anschließen will. In einer Rauten-Formation würde er den offensiven Part in der Zentrale übernehmen, anders als unter Peter Pacult. Seine Rolle ist zudem weitaus defensiver ausgerichtet, was man bereits in den Testspielen beobachten konnte. Sollte allerdings Thomas Prager gemeinsam mit ihm auflaufen, kann er auch wie gewohnt auf rechs ausweichen. Um den defensiven Part ist ein heißer Konkurrenzkampf entbrannt. Neuzugang Prager könnte diesen übernehmen, laut Schöttel handelt es sich dabei allerdings um die "Hollywood-Variante". Mit ihm wird offensiver geplant, entweder zentral oder mit Hofmann abwechselnd auf rechts. Teamspieler Stefan Kulovits dürfte zum Leidwesen von Markus Heikkinen die Nase vorne haben und die Position des Solo-Sechsers übernehmen. Auch die Außenbahnen sind zumindest doppelt besetzt. Für die spielerische Variante ist Boris Prokopic links oder rechts von Vorteil, die schnellere Variante stellt Christopher Drazan dar. Mit Guido Burgstaller kam ein universell einsetzbarer Mann, der rechts oder links im Mittelfeld genauso agieren kann, wie an vorderster Front. Aufgrund seiner Verletzung wird er jedoch noch längere Zeit keine Rolle spielen. Christoph Saurer ist ebenfalls auf verschiedenen Positionen einsetzbar und wird sowohl links als auch rechts um sein Leiberl kämpfen.

    LAOLA1-Bewertung: Im Mittelfeld sind tatsächlich viele Varianten möglich, je nachdem, ob sich Trainer Peter Schöttel für ein 4-4-2 oder ein 4-2-3-1 entscheidet. Spieler wie Prager und Burgstaller bereichern das Angebot, allerdings müssen sie erst ihren Platz im Team finden. Routiniers wie Heikkinen drohen hingegen schwere Zeiten, da der Konkurrenzkampf zunimmt. Durch mehr Kreativität soll auch Hofmann entlastet werden, damit nicht wieder alles am Kapitän hängenbleibt.

    STURM( 7 Bälle):

    Rapid ließ nicht locker und konnte im Angriff mit Deni Alar das wohl vielversprechendste Talent Österreichs verpflichten. Der ehemalige Kapfenberger muss aber erst beweisen, dass er dem Druck bei einem Großverein gewachsen ist. Kann er seine Leistung abrufen, sollte er im Angriff gesetzt sein. Ähnlich wie Hamdi Salihi, der trotz mehrerer Angebote, doch bei Rapid bleiben wird. Dem Albaner ist in der Vorsaison wieder der Knopf aufgegangen, 18 Tore zeugen davon. Die Konkurrenz ist groß. Denn auch Rene Gartler wird sich nicht mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben. Der technisch versierte Angreifer meldet sich nach einigem Verletzungspech wieder fit. Atdhe Nuhiu wird seine Einsatzzeit bekommen, zum Stammspieler wird es vorerst aber noch nicht reichen. Christopher Trimmel, der auch im Mittelfeld einsetzbar ist, rundet das Angebot ab. Auch Neuzugang Guido Burgstaller wäre eine Alternative an vorderster Front. Der Vertrag mit Jan Vennegoor of Hesselink wurde aufgelost, nun dürfen sich die Jungen an der Seite von Salihi beweisen.

    LAOLA1-Bewertung: 52 Tore der Vorsaison sind für Rapid-Verhältnisse eher bescheiden. Einzig und allein Salihi konnte zweistellig scoren, umso wichtiger ist sein Verbleib. Mit Alar hat man sich nun ähnlich wie im Vorjahr mit Nuhiu eines der heiß begehrtesten Talente im österreichischen Fußball geangelt. Das Potenzial ist vorhanden, verschiedene Varianten umsetzbar. Damit ist Rapid im Angriff sicherlich unausrechenbarer als in der vergangenen Spielzeit.


    Alexander Karper

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Wien – Ried hat im Gegensatz zu anderen Teams einen kleinen Kader, vor allem was die Zahl der gestandenen Spieler betrifft.

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    Das war aber auch in der Vergangenheit der Fall. Der Verletzungsteufel darf natürlich nicht zuschlagen, ansonsten müssen junge Spieler oben aushelfen.

    Vom System her wird Ried wohl sein 3-3-3-1-System fortsetzen, schließlich funktioniert es seit Jahren und entspricht auch dem dynamischen Spiel der Rieder.

    Aufgrund der verlorenen Qualität in der Hintermannschaft ist aber ein System-Wechsel nicht ganz auszuschließen:

    LAOLA1 nimmt den Kader der SV Ried genau unter die Lupe:

    TOR:

    Die klare Nummer eins nach dem Abgang von Wolfgang Hesl heißt Thomas Gebauer, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Herbst 2010 zurückgekämpft hat und im Frühjahr die meiste Zeit im Tor gestanden ist. Bei hundertprozentiger Fitness ist der Deutsche, der spätestens im September Österreicher sein soll, einer der besten Keeper der Liga. Nachdem Hubert Auer und Nachwuchs-Talent Samuel Radlinger den Verein verlassen haben, musste ein neuer Goalie her. Markus Beer wurde leihweise von Erste-Liga-Absteiger Gratkorn geholt und darf auf einen Einsatz hoffen. Talent Stefan Pointner (21) ist die Nummer drei.

    LAOLA1-Bewertung: Thomas Gebauer wird gegen Sturm sein 100. Bundesliga-Spiel absolvieren und in seinen bisherigen 99 hat der 29-Jährige gezeigt, warum er so einen guten Ruf genießt. Vergangene Saison konnte der Keeper nach dem Kreuzbandriss verständlicherweise nicht nahtlos an seine tollen Leistungen anknüpfen. Davon ist heuer wieder auszugehen.

    VERTEIDIGUNG:

    Vorneweg: Hier wird in Anbetracht des 3-3-3-1-Systems alleine von der ersten Dreierkette ausgegangen und da sieht es vor allem nach dem Abgang von Martin Stocklasa nicht allzu rosig aus. Kapitän Oliver Glasner ist zweifellos gesetzt. Links neben ihm hat Jan-Marc Riegler aufgrund fehlender Konkurrenz praktisch einen Stammplatz sicher, rechts drängt sich Thomas Reifeltshammer, der in der vergangenen Saison schon Stocklasa öfters gefällig vertreten hat, auf. Maximilian Karner und Gabriel Lukas sind die Bundesliga-unerfahrenen Alternativen.

    LAOLA1-Bewertung: Der Abgang von Martin Stocklasa ist nicht kompensiert worden, die Jugend muss nachrücken und zeigen, was sie kann. Oliver Glasner ist ein guter Leitwolf, doch auch er muss mit 36 Jahren mehr auf sich schauen. Hier wird sicherlich unter Berücksichtigung der Schrammel-Position in der ersten Mittelfeld-Kette die größte Herausforderung bestehen.

    MITTELFELD:

    Werden die zwei nächsten Dreier-Ketten betrachtet, braucht sich Ried auch diese Saison nicht verstecken. In der defensiveren Abteilung ist Florian Mader, der 2010/11 eine bärenstarke Saison abgeliefert hatte, eine ganz klare Bank. U20-WM-Spieler Marcel Ziegl wäre ebenso eine Alternative wie Thomas Hinum, wobei Letzterer wohl rechts spielen wird. Gludovatz sieht Hinum am ehesten als Ersatz für den abgewanderten Ewald Brenner. Das kann Martin Grasegger auch, hat aber nach seiner Rückkehr aus Grödig nicht die besten Karten. Links hat Ried schon deutlich mehr Probleme: Wer soll Thomas Schrammel ersetzen? Für Emanuel Schreiner und Stefan Kirnbauer kommt das noch deutlich zu früh, der eigentliche Rechtsverteidiger Bienvenue Basala-Mazana wäre eine Möglichkeit und wurde in den Testspielen auch hier eingesetzt. Der 19-jährige Deutsche muss sich aber erst mit der härteren Gangart in Österreich vertraut machen. Allrounder Anel Hadzic kann überall als Alternative einspringen. Seine 33 Einsätze vergangene Saison beweisen, dass sich keiner im Mittelfeld ausruhen braucht. So lange kein Linksverteidiger kommt, wird der 21-Jährige Jung-Routinier (98 BL-Spiele) wohl dort spielen müssen. Gludovatz möchte bekanntlich gerne noch einen Linksverteidiger. Die offensivere Kette hat es in sich: Links Daniel Royer, in der Mitte Ivan Carril, rechts Stefan Lexa – so sieht die Bestbesetzung aus. Nacho will sich links wieder in die Mannschaft kämpfen, wird aber wohl weiterhin an Teamspieler Royer nicht vorbeikommen.

    LAOLA1-Bewertung: Das Mittelfeld ist das absolute Prunkstück in Ried. Nach hinten und nach vorne besitzen die Innviertler hier genügend Qualität, um wieder weiter oben mitzuspielen. Damit kann auch die eventuell fehlende Qualität in Abwehr und im Sturm wettgemacht werden.

    STURM:

    Im Angriff sind die Rieder nicht überragend besetzt. Guillem hat zwar in seiner Debüt-Saison zehn Tore erzielt, war im Frühjahr aber zumeist blass. Markus Hammerer war mit zwei Toren im Finale der Cup-Held, traf aber in der Liga während der gesamten Saison nur einmal mehr. U20-WM-Stürmer Robert Zulj wartet nach zwölf Einsätzen noch auf seinen Debüt-Treffer. Die Hoffnungen ruhen auf Stürmer Casanova, der von Alicante aus der spanischen Segunda Division kam.

    LAOLA1-Bewertung: Im Sturm kann Ried Probleme bekommen, muss es aber nicht. Casanova ist noch nicht einzuschätzen, der Rest kämpfte vergangene Saison mit Formschwankungen. Der Vorteil ist, dass aus dem Mittelfeld genügend Offensivkraft kommt.



    Bernhard Kastler

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Die Austria hat im Sommer mit Julian Baumgartlinger nur einen Stammspieler verloren.
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    Dafür sind mit Pascal Grünwald, Kaja Rogulj und Alexander Grünwald drei Spieler gekommen, die den Anspruch haben, ein Fixleiberl zu erobern.

    Vom System her werden sich die Violetten auch weiterhin variabel geben. Derzeit scheint Trainer Karl Daxbacher allerdings ein 4-3-2-1 zu favorisieren.

    LAOLA1 nimmt den Kader der Wiener Austria genau unter die Lupe:

    TOR (7 Bälle):

    Mit Szabolcs Safar und Robert Almer haben im Sommer zwei Torhüter die Austria verlassen. Dennoch verliert Heinz Lindner seinen Stammplatz. Der Youngster hatte in der Vorsaison nach seinem kometenhaften Aufstieg einen kleinen Leistungseinbruch und wirkte nicht immer ganz sicher. Die neue Nummer eins ist Pascal Grünwald, der vom FC Wacker losgeeist wurde. Der Tiroler ist mit 28 Jahren im besten Alter und war in der vergangenen Spielzeit beim Aufsteiger ein überaus sicherer Rückhalt. In den Profi-Kader aufgerückt ist der 19-jährige Günther Arnberger, der jedoch nur im äußersten Notfall zum Einsatz kommen wird.

    LAOLA1-Bewertung: Trotz zweier namhafter Abgänge sind die Violetten zwischen den Pfosten ausgezeichnet besetzt. Die neue Nummer eins sollte jene Sicherheit ausstrahlen, die Lindner 2010/11 zum Teil vermissen ließ.

    ABWEHR (7 Bälle):

    Die Defensive der Violetten wirkte in der abgelaufenen Saison nicht immer ganz sattelfest. Das lag aber auch daran, dass durch die offensive Spielausrichtung das Umschalten nicht immer gut funktionierte und die Abwehr immer wieder in Unterzahl geriet. Nominell sind die Veilchen jedenfalls gut besetzt. In der Innenverteidigung scheinen Manuel Ortlechner und Georg Margreitter vorerst gesetzt. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis der kroatische Neuzugang Kaja Rogulj in der Startelf steht. Schwer wird es abermals Manuel Wallner haben. Mit dem 20-jährigen Remo Mally wurde zudem ein Innenverteidiger von den Amateuren hochgezogen. Auf der linken Abwehrseite liefern sich wie gewohnt Markus Suttner und Marin Leovac ein Duell. Rechtsverteidiger ist Florian Klein. Die Alternative zum Oberösterreicher stellt Fabian Koch dar. Übrigens kann auch Emir Dilaver auf der rechten Seite zum Einsatz kommen.

    LAOLA1-Bewertung: Die Außenbahnen wissen offensiv zu glänzen, haben in der Arbeit nach hinten aber ihre Schwächen. Die Innenverteidigung hat durch die Qualität von Rogulj wohl an Qualität gewonnen.

    MITTELFELD (8 Bälle):

    Der Abgang von Julian Baumgartlinger wiegt schwer. Trainer Daxbacher wird wohl von Fall zu Fall entscheiden, ob er mit einem oder zwei Sechsern aufläuft. Die Entdeckung auf dieser Position ist Markus Suttner, der die defensiven Qualitäten mitbringt, die Rolle alleine auszufüllen. Das können auch Peter Hlinka und Emir Dilaver, der zunächst aber in Kolumbien bei der U20-WM ist. Nur an der Seite eines dieser drei Spieler wird Neuzugang Alexander Grünwald auflaufen, wenn er in den Zentrale eingesetzt wird. Der Rückkehrer scheint eher als Ersatz für Zlatko Junuzovic gedacht zu sein, sollte der Offensivspieler den Klub noch verlassen. Im rechten Mittelfeld hat Marko Stankovic die besten Karten – dort kommen auch Florian Klein und Fabian Koch in Frage. In einem 4-3-2-1 wird Junuzovic die linke Mittelfeld-Position einnehmen. Rückt er in die Mitte, spielt dort Michael Liendl. Auf offensiven Positionen können außerdem Alexander Gorgon und Patrick Salomon zum Einsatz kommen.

    LAOLA1-Bewertung: Durch Baumgartlingers Abgang hat die defensive Fraktion eindeutig an Qualität verloren. Offensiv ist immer noch jede Menge Kreativität vorhanden.

    ANGRIFF (8 Bälle):

    Mit Roland Linz hat der FAK den Torschützenkönig der abgelaufenen Saison in seinen Reihen. Der Kapitän nimmt zwar überaus selten am Kombinationsspiel seiner Kollegen teil, hat jedoch einen unbezahlbaren Torriecher und kann aus dem Nichts zuschlagen. Neben dem zentralen Angreifer werden im Falle einer offensiven Variante Nacer Barazite und Tomas Jun auflaufen. Ersterer ist einer der besten Techniker der Liga, agiert jedoch zu oft ein wenig eigensinnig und ließ im Frühjahr die nötige Konstanz vermissen. Zweiterer ist nach langer Zeit wieder voll fit und kann in Bestform sowohl als Vorbereiter, als auch als Vollstrecker glänzen. Von der Bank kommt Dario Tadic, der in der vergangenen Saison immerhin alle 119 Minuten traf. Zudem steht noch Schumacher im Kader, er spielt jedoch keine Rolle mehr und wird den Klub aller Voraussicht nach noch verlassen.

    LAOLA1-Bewertung: An Torgefahr mangelt es diesem Sturm sicher nicht, zudem stehen mit Barazite und Jun zwei sehr spielstarke Kicker zur Verfügung. Ein weiterer Angreifer täte dem Kader aber sicher ganz gut.

    Harald Prantl

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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  • Erstmals seit dem Einstieg von Red Bull (2005) hielten sich die Salzburger am Transfermarkt weitestgehend zurück.

    Während in den letzten Jahren im Schnitt mehr als acht (!) neue Spieler pro Sommer kamen, waren es heuer nur deren vier.

    Cheftrainer Ricardo Moniz wollte nur punktuelle Verstärkungen und hat die mit Petri Pasanen, Rasmus Lindgren, Leonardo und Chema Anton auch bekommen.

    Darüber hinaus waren alle vier ablösefrei.

    Moniz wird also, wenn wieder alle verletzten Spieler an Bord sind, die Qual der Wahl haben

    LAOLA1 nimmt den Kader von Red Bull Salzburg genau unter die Lupe:
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    TOR (9 Bälle):

    Moniz' Luxusprobleme beginnen schon ganz hinten. Im Tor muss sich der 47-Jährige zwischen Eddie Gustafsson und Alexander Walke entscheiden. Ersterer galt vor seiner schweren Verletzung als einer der besten Goalies der Liga und darüber hinaus als absolutes Sprachrohr und Publikumsliebling. Dass der Schwede langsam wieder zu alter Form findet, hat er in der Vorbereitung mit starken Vorstellungen gezeigt. Die Tendenz geht jedenfalls klar zu Gustafsson. Nicht weniger Klasse hat aber Alexander Walke, der im Frühjahr leihweise bei Greuther Fürth im Kasten stand und auch aufgrund seiner Paraden mit den Franken um den Aufstieg mitspielte. Als dritter Torhüter steht Niclas Heimann zur Verfügung, der sich vergangene Saison als absoluter Rückhalt bei den Juniors zeigte (nur 23 Gegentore).

    LAOLA1-Bewertung: Sollte Gustafsson wieder vollständig der Alte sein, verfügen die Salzburger über einen der besten Torhüter der Liga. Ersatz Walke hat ebenfalls internationales Format.

    ABWEHR (8 Bälle):

    Obwohl Salzburg vergangene Saison erneut die wenigsten Gegentreffer kassierte, war die Abwehr eines der Sorgenkinder. Das Zusammenspiel von Ibrahim Sekagya und Rabiu Afolabi funktionierte kaum noch, weshalb Zweiterer auch gehen musste. Neuer Abwehrchef soll Petri Pasanen werden, der von Werder Bremen kam. Weil sowohl Douglas da Silva, Franz Schiemer und Sekagya verletzt sind, bekommt Martin Hinteregger seine Chance in der Mitte. Dem 18-Jährigen gehört aber ohnehin die Zukunft. Als Backup fungiert der Spanier Chema Anton. Spannend wird auch, wie sich der im Winter gekommene Douglas nach seiner Rückkehr (rekonvaleszent nach Kreuzbandriss) präsentiert. Die Vorschusslorbeeren waren jedenfalls groß. Während es auf links kaum Diskussionen gibt - Andreas Ulmer ist gesetzt - gibt es auf rechts ein Duell zwischen Christian Schwegler und Stefan Hierländer, wobei der junge Kärntner aufgrund seiner Offensivstärke die Nase vorne haben dürfte. Sollten Moniz alle Spieler wieder zur Verfügung stehen, wird der Kampf ums Stammleiberl beinhart.

    LAOLA1-Bewertung: Die neuformierte Innenverteidigung muss sich zwar erst beweisen, hat aber das Potenzial zum Bollwerk. Zudem hat Moniz einige, derzeit noch verletzte, Hochkaräter in der Hinterhand. Lediglich die Außenbahnen sind etwas zu dünn besetzt.

    MITTELFELD (9 Bälle):

    Noch dichter ist das Gedränge im Mittelfeld. Nur das Zentrum scheint mit Neuzugang Rasmus Lindgren (Sechser), Christoph Leitgeb und Simon Cziommer schon vergeben zu sein. Da David Mendes da Silva noch bis Jahresende ausfallen wird und Nikola Pokrivac, ist Daniel Offenbacher die erste Alternative. Der Youngster fehlt Moniz in den ersten Spielen aber selbst aufgrund der U20-WM-Teilnahme. Auf den Flügeln kämpfen Gonzalo Zarate, Dusan Svento, Jakob Jantscher, Georg Teigl, Marco Meilinger und Neuzugang Leonardo um zwei Plätze. Zarate (rechts) und Svento (links) dürfte aber die besten Karten besitzen, zumal Teigl und Meilinger beide bei der U20-WM sind, Leonardo noch Trainingsrückstand hat.

    LAOLA1-Bewertung: Die jungen Kräfte werden zwar von Moniz forciert, richten müssen es aber vor allem die Legionäre. Von der Form von Zarate und Co. hängt viel ab - siehe Vorsaison.

    ANGRIFF (8 Bälle):


    Im Sturm gibt es nach der gescheiterten Verpflichtung von Jonathan Soriano (Barcelona B) nur mehr einen Zweikampf zwischen Roman Wallner und Alan - sofern das favorisierte 4-3-3-System zum Einsatz kommt. Der 29-jährige Steirer hat eine gute Vorbereitung absolviert und den Bonus, vergangene Saison Top-Torschütze gewesen zu sein. Der Brasilianer dagegen hat am Ende gezeigt, welch Potenzial in ihm schlummert. Dazu kommt noch Leonardo, der sich offensiv fast überall wohl fühlt und daher auch viele Positionen bekleiden kann. Joaquin Boghossian, Flop-Einkauf des Vorjahres, dürfte selbst beim geduldigen Moniz alle Chancen verspielt haben. Der Uruguayer kann sich einen neuen Verein suchen.

    LAOLA1-Bewertung: Der Angriff ist etwas dünn besetzt, dafür qualitativ stark. Außerdem sind die Salzburger noch auf der Suche nach einem Stürmer. Für die Bundesliga reicht das Aufgebot allemal.

    Kurt Vierthaler

    Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.
    Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit

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